Praxis Erlangen
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Autor: Dr. med. Alexander Kreß
Letzte Aktualisierung: 29.07.2026
Chronische Sehnenbeschwerden und fortschreitender Gelenkverschleiß schränken die Lebensqualität und die sportliche Leistungsfähigkeit im Alltag massiv ein. Auf der Suche nach wirksamen, risikoarmen Behandlungsalternativen rückt die Eigenbluttherapie, auch bekannt als ACP-Therapie, immer stärker in den Fokus der modernen Orthopädie und Chirurgie.
Als biologisches, minimal-invasives Verfahren nutzt diese Therapieform die körpereigenen Selbstheilungskräfte, um Entzündungen zu hemmen und die Regeneration von Gewebe gezielt zu unterstützen. Im Spektrum der konservativen Orthopädie stellt sie eine wesentliche Säule dar, um operative Eingriffe hinauszuzögern oder im besten Fall gänzlich zu vermeiden. Ob das Verfahren im Einzelfall die medizinisch sinnvollste Option darstellt, muss jedoch stets im Rahmen einer präzisen, individuellen Diagnostik geprüft werden.
Die Eigenbluttherapie basiert auf dem Prinzip, körpereigene Wirkstoffe hochkonzentriert dort einzusetzen, wo der Organismus Unterstützung bei der Heilung benötigt.
Der gesamte Prozess zeichnet sich durch ein Höchstmaß an Patientensicherheit und Effizienz aus und läuft in drei exakt aufeinander abgestimmten Schritten ab:
Hinweis zur Behandlung: Die gesamte Prozedur erfolgt rein ambulant und nimmt in der Regel nicht mehr als 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Patienten können die Praxis direkt im Anschluss wieder verlassen.
Die Einsatzgebiete der ACP-Therapie in der Orthopädie und regenerativen Medizin sind vielfältig, da biologische Heilungsprozesse an fast allen Strukturen des Bewegungsapparates angeregt werden können.
Am Kniegelenk wird die Eigenbluttherapie vor allem bei beginnender bis fortgeschrittener Gonarthrose (Knorpelverschleiß im Knie) sowie bei chronischen Überlastungsschäden wie dem Patellaspitzensyndrom („Jumper’s Knee“) eingesetzt. Das Plasma kann hier nachweislich die Gelenkumgebung beruhigen, Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.
Weitere Details zu diesem spezifischen Einsatzbereich finden Sie auf unserem BLOG zur ACP-Therapie am Knie
Auch bei der Coxarthrose (Hüftarthrose) im Früh- oder Zwischenstadium bietet die Injektionstherapie einen bewährten Ansatz. Ziel ist es, die Reizung der Gelenkkapsel zu reduzieren, um den Patienten eine schmerzarme Mobilität im Alltag zu ermöglichen und den funktionellen Erhalt des Hüftgelenks maximal zu verlängern.
Die Schulter ist ein hochkomplexes, muskel- und sehnengestütztes Gelenk. Eigenbluttherapien kommen hier bei degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette, beim klassischen Impingement-Syndrom (Engpasssyndrom) sowie bei der Omarthrose (Schultergelenksarthrose) zum Einsatz, um die Regeneration des Sehnen- und Knorpelgewebes biologisch zu unterstützen.
Da Sehnenstrukturen von Natur aus schlechter durchblutet sind als Muskelgewebe, dauern Heilungsprozesse hier oft besonders lange. Die ACP-/PRP-Therapie setzt genau hier an:
Da es sich um ein rein autologes – also körpereigenes – Produkt handelt, sind allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten gegen den Wirkstoff praktisch ausgeschlossen. Dennoch handelt es sich um einen medizinischen Eingriff, der minimale, vorübergehende Begleiterscheinungen nach sich ziehen kann:
In der modernen Knorpeltherapie erweist sich die Kombination aus biologischen und mechanischen Wirkprinzipien oft als synergetisch sinnvoll.
Während Eigenblut vorrangig biologisch-regenerativ und entzündungshemmend wirkt, fungiert Hyaluronsäure als mechanischer Stoßdämpfer im Gelenk und als viskoelastisches Gleitmittel (elastisch und zähflüssig zugleich). Sie verbessert die Gleitfähigkeit der verbliebenen Knorpelflächen.
Bei moderneren, kombinierten Therapieverfahren werden beide Substanzen entweder zeitlich versetzt oder in einer speziellen Kombinationsspritze verabreicht. Dies ist besonders bei mittelschweren Arthrosen sinnvoll: Das Hyaluron schützt das Gelenk mechanisch, während das Eigenblut zeitgleich die biologische Regeneration des umliegenden Gewebes anregt.
Die Eigenbluttherapie schließt in der modernen Orthopädie eine wichtige Lücke zwischen der klassischen Schmerztherapie und operativen Verfahren. Als risikoarme, körpereigene Option bietet sie exzellente Ansätze, um Mobilität nachhaltig und substanzschonend wiederherzustellen.
Zitat aus unserem Facharztteam:
"Unsere Philosophie ist der maximale Gelenkerhalt durch minimal-invasive und schonende Verfahren. Die Eigenbluttherapie erlaubt es uns, direkt an der biologischen Ursache von Gelenk- und Sehnenbeschwerden anzusetzen – individuell maßgeschneidert für den Patienten."
Möchten Sie prüfen lassen, ob eine ACP-Therapie für Ihre Beschwerden die geeignete Lösung ist? Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin in unserer Sprechstunde.
Das OC Erlangen verbindet höchste akademische Expertise mit der lokalen Stärke eines hochspezialisierten Großpraxis-Netzwerks. Mit insgesamt Ärzteteam decken wir das gesamte Spektrum der Orthopädie und Chirurgie ab. Da jeder unserer Ärzte auf ein anderes Fachgebiet spezialisiert ist, kann jedes orthopädische Problem mit Expertenwissen untersucht und behandelt werden.
Die Eigenbluttherapie ist in unserer Praxis fest als etablierte, evidenzbasierte Behandlungsmethode integriert. Durch unsere langjährigen Erfahrungswerte in der Betreuung von Leistungs- und Freizeitsportlern sowie Arthrose-Patienten wissen wir exakt, in welchen Konstellationen die biologische Therapie ihre maximale Wirkung entfaltet. Bei uns greifen modernste konservative Therapien und hochspezialisierte chirurgische Optionen Hand in Hand.
Eine Therapie, bei der aus dem eigenen Blut des Patienten ein hochkonzentriertes Plasma (ACP) gewonnen wird. Dieses enthält Wachstumsfaktoren, die gezielt zur biologischen Regeneration und Entzündungshemmung in Gelenke oder Sehnen injiziert werden.
Nach einer kurzen Blutentnahme aus der Armvene wird das Blut in einer speziellen Zentrifuge aufbereitet, um das plättchenreiche Plasma zu isolieren. Dieses wird anschließend direkt an den Ort der Beschwerden injiziert. Die Behandlung dauert ca. 20–30 Minuten und erfolgt komplett ambulant.
Da es sich um ein innovatives, biologisches Verfahren handelt, wird die Eigenbluttherapie in der Regel von den privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernommen. Für gesetzlich Versicherte wird die Therapie als Selbstzahlerleistung (IGeL) auf Basis der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) transparent abgerechnet. Genaue Kosten nennen wir Ihnen gerne nach der individuellen Untersuchung.
Das gewonnene Plasma wird unter strengen sterilen Bedingungen direkt in den betroffenen Gelenkraum (z. B. Knie, Hüfte, Schulter) oder unmittelbar an die gereizte bzw. verletzte Sehnenstruktur (z. B. Achillessehne, Ellenbogenansatz) injiziert.