Praxis Erlangen
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Rückenschmerzen, ausstrahlende Schmerzen in Arm oder Bein sowie Beschwerden an der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule können die Lebensqualität erheblich einschränken. In den seltensten Fällen ist dabei eine Operation notwendig oder sinnvoll. In vielen Fällen kann eine gezielte, wirbelsäulennahe Infiltration ein wichtiger Baustein der konservativen Behandlung sein.
Bei einer Wirbelsäulen-Infiltration werden Medikamente an eine schmerzverursachende Struktur der Wirbelsäule eingebracht. Dabei kann es sich zum Beispiel um gereizte Nervenwurzeln (PRT), entzündete kleine Wirbelgelenke (Facetteninfiltration) oder andere wirbelsäulennahe Strukturen handeln. Zur exakten Lokalisation und Platzierung der Infiltrationsnadel und der Medikamente verwenden wir ein mobiles Röntgengerät (C-Bogen).
Es handelt sich hierbei um ein wissenschaftlich etabliertes Verfahren, das von unserem Wirbelsäulenspezialisten Dr. Alexander Kreß seit über 20 Jahren erfolgreich angewendet wird. Er hat dieses mikro-invasive Verfahren bereits weit über 10.000 Mal durchgeführt.
Zum Einsatz kommen dabei in der Regel ein lokal langwirksames Betäubungsmittel und, je nach Befund und individueller Situation, ein entzündungshemmendes Medikament. Die Behandlung soll dort wirken, wo die Beschwerden entstehen. Somit unterscheidet sich die Infiltration von einer allgemeinen, reinen Schmerzmedikation, die über den gesamten Körper wirkt. Die Infiltration wirkt zielgerichtet und die verwendenden Medikamente wirken nicht systemisch im gesamten Körper.
Eine wirbelsäulennahe Infiltration kann bei unterschiedlichen Beschwerdebildern in Betracht gezogen werden. Häufig steht sie im Zusammenhang mit Rücken- oder Nackenschmerzen, die durch Entzündungen, Verschleißveränderungen oder eine Nervenwurzelreizung ausgelöst werden.
Mögliche Anwendungsbereiche sind unter anderem:
Ob eine Infiltration im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer von der genauen Ursache der Beschwerden, der körperlichen Untersuchung, der Bildgebung und dem bisherigen Krankheitsverlauf ab. Nicht jeder Rückenschmerz eignet sich automatisch für eine Infiltration. Gerade deshalb ist eine fachärztliche Einschätzung wichtig. Bei richtiger Indikation kann eine Wirbelsäulen-Infiltration sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen eine langanhaltende Beschwerdelinderung bewirken.
Wenn Beschwerden vor allem muskulär-funktionell bedingt sind, stehen häufig zunächst andere konservative Maßnahmen im Vordergrund, wie zum Beispiel manuelle Medizin, Bewegungstherapie, Physiotherapie oder Akupunktur.
Auch bei bestimmten neurologischen Ausfällen, ausgeprägten Lähmungserscheinungen, schweren Infektionen, Tumorerkrankungen oder instabilen Wirbelsäulenveränderungen muss fallabhängig geprüft werden, ob eine Infiltration ausreichend ist oder ob eine weiterführende Abklärung notwendig ist.
Dem Wirbelsäulen Team unter der Leitung von Dr. Alexander Kreß der OC Erlangen-Ebermannstadt geht es daher nicht darum, „einfach eine Spritze zu setzen“. Vielmehr wird bei jedem Patienten eine exakte, fachärztliche Abwägung getroffen, ob eine Infiltration in der Behandlung der nächste richtige Schritt ist.
Die genaue Diagnostik ist der entscheidende Schritt vor jeder wirbelsäulennahen Infiltration. Nur wenn die wahrscheinliche Schmerzursache möglichst präzise eingeordnet wurde, kann die Behandlung gezielt geplant werden.
Zur Diagnostik gehört die ausführliche Erhebung der Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung und die Beurteilung vorhandener oder neu angefertigter Bildgebung. Seit 2025 verfügt OC Erlangen-Ebermannstadt zusätzlich über eine praxiseigene Kernspintomographie (MRT). Dadurch können Bandscheiben, Nervenstrukturen, Gelenke, Muskulatur und entzündliche Veränderungen zeitnah und differenziert beurteilt werden.
Diese Verbindung aus klinischer Untersuchung und moderner Bildgebung ermöglicht eine effektive Therapieplanung. Der Vorteil für Patienten liegt darin, dass Diagnostik und konservative Behandlung eng miteinander verzahnt werden können.
Das Ziel einer Wirbelsäulen-Infiltration ist es, Schmerzen zu lindern, entzündliche Reizungen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern. Hierzu kann es sinnvoll sein, die Behandlung mehrfach zu wiederholen, um die Wirbelsäulenstrukturen regelrecht gegen den Schmerz „abzuhärten“ und das Maximum des entzündungshemmenden Effekts zu erzielen.
Eine Infiltration kann außerdem dabei helfen, die Schmerzursache weiter einzugrenzen. Wenn die Beschwerden nach einer gezielten Injektion deutlich nachlassen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die behandelte Struktur tatsächlich an der Schmerzentstehung beteiligt ist.
In vielen Fällen kann die Behandlung dazu beitragen, eine Operation zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern. Dennoch muss die Prognose immer realistisch bewertet werden. Nicht jeder Befund lässt sich dauerhaft allein durch Infiltrationen behandeln. Bei OC Erlangen-Ebermannstadt wird deshalb je nach Ausgangslage entschieden, welche Therapie im konkreten Fall sinnvoll ist.
Die Kosten einer Wirbelsäulen-Infiltration hängen von der Art der Behandlung, dem eingesetzten Verfahren, dem Aufwand der Diagnostik und der jeweiligen Ausgangssituation ab. Eine pauschale Aussage ist deshalb nicht sinnvoll.
Im Rahmen der ärztlichen Beratung wird besprochen, welche Kosten entstehen können. Je nach Versicherungsstatus und konkretem Verfahren kann die Kostenübernahme unterschiedlich geregelt sein. Patienten erhalten hierzu eine Einschätzung im Rahmen der Behandlungsvorbereitung.
Die Wirbelsäulentherapie bei OC Erlangen-Ebermannstadt wird maßgeblich durch Dr. med. Alexander Kreß geprägt. Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit langjähriger Erfahrung - auch in der Wirbelsäulenchirurgie - verfügt er über eine besondere Expertise in der Beurteilung komplexer Wirbelsäulenbeschwerden.
Unterstützt wird Dr. Kreß durch das orthopädische Team vom OC Erlangen-Ebermannstadt. Durch die Kombination aus fachärztlicher Erfahrung, moderner Diagnostik und konservativer Therapieplanung entsteht eine Versorgung, die optimal auf den Patienten ausgerichtet ist.
Wie häufig eine Infiltration sinnvoll ist, hängt vom Beschwerdebild, der Wirkung der ersten Behandlung und der Ausgangssituation des Patienten ab. In manchen Fällen genügt eine einzelne Infiltration, in anderen Fällen kann eine Wiederholung erwogen werden.
Die eigentliche Injektion dauert meist nur wenige Minuten. Einschließlich Vorbereitung, Lagerung, Durchführung und kurzer Nachbeobachtung sollte jedoch mehr Zeit eingeplant werden. Der genaue Ablauf hängt vom Verfahren und der individuellen Situation ab.
Die Wirkung kann unterschiedlich schnell eintreten. Einige Patienten verspüren bereits kurzfristig eine Erleichterung, bei anderen entfaltet sich die volle Wirkung über mehrere Tage hinweg. Entscheidend ist, welche Struktur behandelt wurde und welche Ursache den Beschwerden zugrunde liegt.
Die Behandlung wird in der Regel gut toleriert. Während der Injektion kann ein Druckgefühl oder ein kurzer Schmerzreiz auftreten. Ziel ist eine möglichst schonende und präzise Durchführung. Bei sehr schmerzsensiblen Patienten wird der Ablauf vorab genau erklärt, damit die Behandlung möglichst ruhig und sicher erfolgen kann.
In vielen Fällen kann eine Infiltration dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und eine konservative Behandlung fortzuführen. Ob dadurch eine Operation vermieden werden kann, hängt jedoch vom konkreten Befund ab.
Nach der Infiltration sollte der Körper zunächst geschont werden. Je nach Medikament und körperlicher Reaktion des Patienten kann es sinnvoll sein, am Behandlungstag auf starke körperliche Belastung zu verzichten. Konkrete Verhaltensempfehlungen erhalten Patienten im Rahmen der Behandlung.
Blutverdünnende Medikation muss in der Regel vor der Behandlung abgesetzt werden, über welchen Zeitraum ist abhängig von der Art der Medikation und wird beim Aufklärungsgespräch zur Infiltration durch den Arzt mit Ihnen besprochen.
Je nach Art und Weise der Infiltration kann es zu einer Schwäche eines oder beider Beine kommen. idese ist nur temporär für die Wirkdauer des Betäubungsmedikamentes. Aus diesem Grund dürfen Sie nach der Behandlung keinen PKW führen. Es empfiehlt sich daher, eine Begleitperson für den Tag der Behandlung mitzubringen.
Sie möchten Ihre Rücken-, Nacken- oder ausstrahlenden Wirbelsäulenbeschwerden fachärztlich abklären lassen? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur Wirbelsäulensprechstunde beim OC Erlangen-Ebermannstadt und lassen Sie prüfen, ob eine wirbelsäulennahe Infiltration in Ihrem Fall sinnvoll sein kann.